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Notiz an mein zukünftiges Ich

Notiz an mein zukünftiges Ich:
Wenn dir jemand sagt «2 sind Luxus», dann mach mindestens eins mehr. Ganz speziell bezieht sich dieser Hinweis auf Badezimmer.
3 wären also schön in einem Grosshaushalt. Eins für mich. Nicht nur, weil ich keine fremden Partikel antreffen mag. Es wäre einfach megapraktisch, wenn es frei ist, wenn ich möchte, dass es frei ist.

Veränderungen gibt es auch bei der Küchennutzung.

Unsere Ira isst um 10 und um 17 Uhr. Das ist aus ernährungstechnischer Betrachtung nicht unvernünftig, zumal das was sie isst auch recht gesund ist. Allerdings ist die Küche in unserer Familien-WG nun gefühlt rund um die Uhr in Betrieb. Wir essen ja spät. Die Jungs noch später. Es riecht also immer nach Essen.

Wir kennen Ira seit ein paar Jahren und sie war einige Mal zu Besuch. Eine fröhliche, stolze Ukrainerin um die 40 mit einem grossen Herzen, die sich in ihrer Freizeit um Kinder in Waisenhäusern und Behindertenheimen kümmert.

Als der Krieg in der Ukraine losging, haben wir ihr angeboten, zu uns zu kommen. Sie hat gezögert, sie wollte ihre Leute nicht im Stich lassen. Nun ist sie doch bei uns.

Was sie erzählt, gibt einen direkten Einblick in das Leid, die Ohnmacht, das Grauen und die Sinnlosigkeit des Krieges. Ich möchte hier von Zeit zu Zeit festhalten, was wir von Ira mitkriegen. Weil es mich beschäftigt, und weil ich es wichtig finde, dass wir mindestens eine kleine Ahnung davon haben, was in der Ukraine abgeht.

Ein persönlicher Blog